3-tägige Muttertagsfahrt, "Der Weg ist das Ziel", Vom Karwendel bis Tirol, Fr. 08 - So. 10.05.2026
Muttertagsfahrt 2026: Der Weg ist das Ziel
Ein Reisebericht von Karwendel bis in Tiroler Land
Freitag, 08.05.2026 Mittenwald
Freitagmorgen machten wir uns bereits in den frühen Morgenstunden auf den Weg. Unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ startete unsere Reise – der Tag lag noch im Dunkeln, als die ersten Mitreisenden mit gespannter Vorfreude in den Bus stiegen. Die kühle Morgenluft, der Duft nach frischem Tau und die erwartungsvollen Gesichter schufen eine besondere Atmosphäre, die den Anfang einer außergewöhnlichen Muttertagsfahrt einläutete.
Pünktlich zur Frühstückszeit erreichten wir Fürholzen vor den Toren Münchens. Hier an der Raststätte wurde ein reichhaltiges Frühstücksbuffet aufgebaut. Frischer Kaffee, knusprige Brötchen, Obst, Käse, Kuchen und verschiedene deftigen Leckereien für jeden Geschmack war etwas dabei. Meine Gäste ließen sich das Frühstück schmecken, lachten gemeinsam und genossen die ersten warmen Sonnenstrahlen.
Gestärkt und voller Energie setzten wir die Fahrt fort. Das Werdenfelser Land begrüßte uns mit einer wunderschönen Frühlingslandschaft.
Vorbei an Benediktbeuren und Kochel am See führte uns der Weg schließlich zum Kochelsee, wo wir einen kurzen Halt einlegten. Leider lagen die umliegenden Berge an diesem Morgen in dichten Wolken verborgen, sodass wir nur erahnen konnten, wie beeindruckend das Panorama bei klarer Sicht gewesen wäre. Dennoch genossen wir die ruhige Stimmung am See und machten einige Erinnerungsfotos, bevor wir unsere Reise fortsetzten.
Über den Kesselpass erreichten wir den Walchensee. Kaum über die Passhöhe hatten wir strahlenden Sonnenschein und klare Sicht. Vor uns lag der traumhaft schöne, türkisblaue Walchensee und die Gipfel des Karwendelgebirges. Am Fuße des Herzogstands hielten wir für einen kurzen Fotostopp an um mit einem Glaserl Sekt auf den Tag anzustoßen. Die Stimmung war ausgelassen, und die malerische Kulisse lud dazu ein, den Moment in vollen Zügen zu genießen.
Nur schwer konnten wir uns von der traumhaften Kulisse lösen und setzten unsere Fahrt Richtung Mittenwald fort. Die Fahrt war geprägt von eindrucksvollen Ausblicken auf Berge, Täler und kleine Dörfer. Immer wieder öffnete sich die Sicht auf majestätische Gipfel, während der Bus sanft dahinrollte. Es war eine Fahrt, bei der bereits der Weg das Ziel war – wie im Sinne unseres Mottos.
In Mittenwald angekommen, hatten wir ausreichend Zeit zur freien Verfügung. Viele nutzten die Gelegenheit für einen gemütlichen Bummel durch die malerischen Gassen, ließen sich in einem Café nieder oder gönnten sich ein leckeres Eis. Besonders ins Auge fielen die farbenprächtigen Lüftlmalereien an den traditionellen Häusern, die dem Ort seinen unverwechselbaren Charme verleihen. Einige besuchten die eindrucksvolle Kirche St. Peter und Paul, andere schlenderten zur Krottenkapelle, um einen Moment der Ruhe zu genießen. So konnte jeder Mittenwald auf seine eigene Weise entdecken und die entspannte Atmosphäre des Ortes erleben.
Leider mussten wir am frühen Nachmittag den wunderschönen Ort am Fuße der Karwendelspitze verlassen. Unseren Busfahrer schicken wir jetzt alleine los. Gemeinsam begab sich meine Gruppe Richtung Bahnhof. Hier erwartete uns ein besonderes Highlight: Mit der Mittenwald-/Karwendelbahn fuhren wir Richtung Innsbruck. Die Fahrt bot traumhafte Aussichten auf die Gipfel des Karwendels, tiefe Schluchten, hohe Viadukte und unzählige Tunnel, die sich eindrucksvoll durch die Landschaft schlängelten. Während wir durch die Fenster die vorbeiziehende Natur bewunderten, tauschten wir lebhafte Eindrücke aus und genossen das Gefühl, Teil eines kleinen Abenteuers zu sein.
Innsbruck empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, was die gute Stimmung in der Gruppe noch einmal verstärkte. Unser Bus wartete bereits am Bahnhof, sodass wir entspannt zum letzten Abschnitt des Tages aufbrechen konnten. Auf den letzten Kilometern zu unserem Hotel in Obsteig ließen wir die vielen schönen Eindrücke Revue passieren und stießen im Bus gemeinsam mit einem Schnapserl auf die Erlebnisse des Tages an.
Im Hotel Mooswald angekommen, wurden wir herzlich begrüßt und konnten ganz entspannt einchecken. Die Koffer wurden uns direkt aufs Zimmer gebracht, sodass wir uns um nichts kümmern mussten. Vor dem Abendessen blieb ausreichend Zeit, die Annehmlichkeiten des Hotels zu genießen: Ob eine Runde im Hallenbad, ein wohltuender Saunagang oder ein erfrischender Aperitif auf der sonnigen Terrasse – jeder fand eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und den Tag ausklingen zu lassen.
Das Abendessen ließ keine Wünsche offen: Bei einem festlichen Fünf-Gänge-Galadinner wurden wir mit saisonalen und regionalen Köstlichkeiten verwöhnt. Das Menü bot für jeden Geschmack etwas und sorgte für ein echtes kulinarisches Highlight. Im Anschluss ließen wir den ersten Tag der Reise gemütlich an der Hotelbar ausklingen, tauschten Geschichten aus und genossen die entspannte Atmosphäre bei einem letzten Drink.
Samstag, 09.05.2026 Weberei Schatz - Innsbruck
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Ziel, der Weberei Schatz in Karrösten. Die Weberei Schatz ist ein traditionsreicher Familienbetrieb, der seit Generationen hochwertige Textilien herstellt. Besonders bekannt ist die Weberei für ihre kunstvollen Handarbeiten, welche mit großer Sorgfalt und viel Liebe zum Detail gefertigt werden. Wir erhielten einen faszinierenden Einblick in die Welt des Webens und erfuhren spannende Geschichten zur regionalen Handwerkskunst. Während der Führung durch die Werkstatt konnten wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Arbeit über die Schulter schauen und die beeindruckende Vielfalt an Stoffen und Mustern bestaunen.
Einmal zu erleben, wie moderne Webmaschinen funktionieren und die hohe Qualität der Stoffe waren für alle ein interessantes Erlebnis. Im Shop der Weberei wurde nach der Führung fleißig eingekauft, wobei viele ein schönes Andenken für Zuhause fanden. Die freundlichen Mitarbeiter standen beratend zur Seite und gaben hilfreiche Tipps zur Pflege und Verwendung der hochwertigen Produkte. So verließen wir die Weberei Schatz mit vielen neuen Eindrücken und voller Vorfreude auf den nächsten Programmpunkt des Tages.
Weiterfahrt nach Innsbruck. Hier wartete schon unsere Gästeführerin auf uns. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns gemeinsam daran, die Altstadt zu erkunden. Die historische Innenstadt beeindruckte mit ihren prächtigen Fassaden und dem schönen fast schon italienischen Flair. Unsere Gästeführerin brachte uns mit spannenden Geschichten und Anekdoten die bewegte Geschichte Innsbrucks näher, während wir durch die lebhaften Gassen schlenderten und die einzigartige Atmosphäre der Stadt aufnahmen.
Unser erster Halt führte uns zur berühmten Hofburg von Innsbruck. Das imposante Bauwerk war einst Residenz der Habsburger. Gemütlich vor der Residenz im Schatten sitzend, erfuhren wir viel über die Geschichte des Hauses, die Rolle von Kaiserin Maria Theresia und die Bedeutung der Hofburg für Tirol.
Nach der Hofburg stand als nächstes der imposante Dom zu St. Jakob auf unserem Programm. Die prächtige Barockkirche beeindruckte uns mit ihrem reich verzierten Innenraum und den kunstvollen Fresken. Besonders das berühmte Marienbild und die geschichtsträchtigen Grabstätten machten den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Staunend bewunderten wir die barocke Pracht und genossen die ruhige Atmosphäre, bevor wir unseren Rundgang durch Innsbruck fortsetzten.
Weiter zur Innbrücke, die mit ihrer malerischen Aussicht auf den Fluss ein weiterer Höhepunkt unserer Stadtführung darstellte. Hier genossen wir den Blick auf das glitzernde Wasser und die farbenfrohen Häuserreihen am Ufer, während unsere Gästeführerin interessante Details zur Geschichte und Bedeutung der Brücke erzählte.
Im Anschluss machten wir einen kurzen Abstecher zum Hofer Denkmal, das an den Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer erinnert. Das eindrucksvolle Denkmal ist ein wichtiges Symbol für die regionale Geschichte und lädt zum Nachdenken über die bewegte Vergangenheit Tirols ein. Unsere Gästeführerin erklärte uns die Bedeutung des Denkmals und schilderte die heldenhaften Taten Hofers, die bis heute im Gedächtnis der Region verankert sind.
Nach dem Besuch des Hofer Denkmals schlenderten wir weiter durch die verwinkelten Gassen der Innsbrucker Altstadt, vorbei an kleinen Boutiquen, gemütlichen Cafés und historischen Gebäuden. Die besondere Atmosphäre und das geschäftige Treiben luden zum Verweilen und Staunen ein, bis wir schließlich vor dem berühmten Goldenen Dachl standen. Das mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln bedeckte Wahrzeichen Innsbrucks ist ein echtes Highlight der Stadt. Fasziniert betrachteten wir die kunstvollen Reliefs und erfuhren von unserer Gästeführerin interessante Details zur Entstehung und Bedeutung des Bauwerks.
Weiter ging es zur berühmten Hofkirche, die nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch für ihre historischen Schätze bekannt ist. Besonders die prächtigen schwarzen Bronzefiguren, die das Grabmal von Kaiser Maximilian I. umgeben, sorgten für Staunen und Bewunderung. Die berühmten schwarzen Bronzefiguren in der Innsbrucker Hofkirche werden als „Schwarze Mander“ bezeichnet. Insgesamt gibt es 28 dieser überlebensgroßen Statuen, die bedeutende Persönlichkeiten aus der Geschichte Europas darstellen. Sie repräsentieren unter anderem Verwandte, Vorfahren und Vorbilder von Kaiser Maximilian I., aber auch legendäre Helden und Herrscher. Zu den dargestellten Figuren zählen beispielsweise König Artus, Gottfried von Bouillon, Albrecht der Weise von Österreich, Eleonore von Portugal, Kunigunde von Österreich sowie weitere Mitglieder des europäischen Hochadels.
Die Auswahl der Figuren spiegelt die politische und familiäre Vernetzung Maximilians wider und soll seine Bedeutung als Herrscher eindrucksvoll unterstreichen. Jede Statue ist individuell gestaltet und dient als symbolische Ehrung für die dargestellte Persönlichkeit. Das Grabmal von Kaiser Maximilian I. in der Innsbrucker Hofkirche ist aber leer, da Maximilian nicht in Innsbruck, sondern in der Burg St. Georgen in Wiener Neustadt beigesetzt wurde. Der Kaiser hatte zwar den Wunsch, in der Hofkirche ein imposantes Grabmal zu errichten, doch wurde er letztlich auf seinen Wunsch in Wiener Neustadt bestattet. Das monumentale Grabmal mit den berühmten Bronzefiguren dient somit als symbolische Gedenkstätte, die an das Leben und Wirken Maximilians erinnert, ohne seine sterblichen Überreste zu beherbergen.
Unsere Gästeführerin erklärte die Bedeutung der Kirche für Tirol und erzählte spannende Details über die Entstehung und die Geschichte der einzigartigen Figuren.
Die Atmosphäre in der Hofkirche war ruhig und erhaben, sodass wir die kunstvolle Ausstattung und die historischen Zeugnisse in aller Ruhe auf uns wirken lassen konnten.
Unser Rundgang endete an diesem besonderen Ort, und damit begann die Zeit zur freien Verfügung. Jeder konnte nun nach Lust und Laune die Stadt weiter erkunden, Souvenirs entdecken oder in einem der gemütlichen Cafés verweilen.
Ein kurzes, aber heftiges Gewitter überraschte uns während unserer freien Zeit. Glücklicherweise boten die zahlreichen Lokale in der Altstadt eine gemütliche Zuflucht, sodass wir das Unwetter entspannt bei Tiroler Spezialitäten und einer Tasse Kaffee abwarten konnten. So wurde selbst das Wetter zu einem besonderen Erlebnis unseres Besuchs.
Mit vielen interessanten Eindrücken verließen wir Innsbruck und fuhren zurück ins Hotel. Nach einem sehr guten Abendessen ließen wir den Abend bei angeregten Gesprächen und ausgelassener Stimmung an der Bar ausklingen. Die Erlebnisse des Tages boten reichlich Gesprächsstoff, sodass wir gemeinsam die schönsten Momente Revue passieren ließen und den Tag in entspannter Runde abschlossen.
Sonntag, 10.05.2026 Muttertag – Schloss Ambras – Gramai Alm
Der heutige Tag begann mit einer außergewöhnlichen Überraschung: Zum Muttertag wurden alle Gäste beim Frühstück mit einem kleinen Geschenk geehrt. Die liebevolle Geste sorgte für strahlende Gesichter und eine herzliche Atmosphäre. Nach dem Frühstück hieß es leider: Koffer verladen und Abschied nehmen.
Erstes Ziel auf der Heimfahrt war das Schloss Ambras. Großes Lob gab es für unseren Busfahrer, der uns trotz des beengten Parkplatzes vor dem Eingang aussteigen ließ. Das Schloss liegt malerisch oberhalb von Innsbruck und bietet einen wunderbaren Blick über das Inntal. Es wurde im 16. Jahrhundert von Erzherzog Ferdinand II. zu einer prächtigen Residenz ausgebaut und ist heute vor allem für seine einzigartigen Sammlungen bekannt.
Die berühmte Schatz- und Wunderkammer beherbergt eine Vielzahl von seltenen und außergewöhnlichen Exponaten, darunter Rüstungen, Kunstwerke und Kuriositäten aus aller Welt. Diese Sammlung macht Schloss Ambras zu einer echten kulturellen Besonderheit und zu einem Ort, an dem Geschichte und Schönheit auf faszinierende Weise zusammenkommen.
Nach diesem kulturellen Highlight fuhren wir weiter durch das schöne Inntal über den Achensee-Pass zum Achensee. Die beeindruckende Landschaft begleitete uns während der Fahrt und das klare Wasser des Sees spiegelte die umliegenden Berge wider. Von Pertisau aus gelangten wir über ein malerisches Gebirgssträßchen zu der am Talende gelegenen Gramai Alm.
Zwischen steilen Felswänden, zartgrünen Lärchen und frühlingshaften Wiesen liegt die Eventalm Gramai. Die frische Bergluft und das eindrucksvolle Panorama luden direkt zum Verweilen ein. Vor uns waren bereits mehrere Busse angekommen. Wir hatten aber das Glück, im Almstadl unsere Plätze zu finden und konnten die wunderschönen letzten Tage in gemütlicher Runde bei regionalen Spezialitäten ausklingen zu lassen. Die herzliche Gastfreundschaft des Personals rundete das Erlebnis ab und sorgte dafür, dass sich alle rundum wohlfühlten.
Am späten Nachmittag setzten wir unsere Heimfahrt fort. Entlang des Achensees fuhren wir vorbei an Kreuth an den Tegernsee. Über Bad Wiessee und Gmund verließen wir die schöne Landschaft mit vielen neuen Eindrücken und tollen Bergpanoramen. Für das letzte Stück nutzten wir die Autobahn. Vorbei an München kamen wir zu den ersten Ausstiegsstellen, wo sich die Gruppe voneinander verabschiedete und jeder mit vielen neuen Erlebnissen die Reise ausklingen ließ. Die gemeinsame Zeit wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Aus Fremden, die in den Bus einstiegen, wurde neue Freunde.
Viele Dank an meine Gäste für die schöne Stimmung unterwegs, die vielen netten Gespräche und die vielen Fotos die ich machen durfte.